Blog: Aktuelle Gedanken, Hinweise zu Webseite-Updates etc

Hier sammle ich kurze Informationen zu Änderungen auf meiner Webseite (inkl Lampentests, Lampendatenbank, Literatursammlung), Vortragsankündigungen, und alles was sonst so nur einen kurzen Text benötigt.

2022, 2023, 2024, 2025

24.08.2026 Tool zur Überlagerung von Spread-Charts

Nathan Burton hat ein sehr nettes Tool programmiert, das “Spread-Charts” verschiedener Lampen (UV, Infrarot, Sichtbares Licht) übereinander legt und hilft die passende Lampenkombination und den richtigen Abstand zu ermitteln. Leider nur eine sehr begrenzte Auswahl an Lampen (aktuell keine Metalldampflampen), aber bereits so sehr gut zum Herumspielen und mit Potential für mehr.

https://basking-irradiance-estimator.pages.dev/

22.08.2026 Paper: UV- und Temperaturwahl durch Echsen

Lattanzio, M. S. (2026). Beyond thermoregulation: Active behavioural regulation of ultraviolet light exposure by a free-ranging lizard. Journal of Animal Ecology, 00, 1–12. https://doi.org/10.1111/1365-2656.70321

Die Arbeit ist ein wertvoller Beitrag zu unserem Verständnis des Sonnenverhaltens des Tieres. Bei einer Kernaussage des Autors gehe ich aber nicht mit.

Zusammenfassung

Die Arbeit untersucht, wie Reptilien ihr Sonnenverhalten durch Temperatur und UV-Index steuern. Dabei wurden drei verschiedene Versuche mit Urosaurus ornatus (Schmuck-Baumleguan) durchgeführt. Bei den Tieren handelte es sich um, 30 Weibchen und 38 Männchen, die im natürlichen Habitat gefangen wurden. Es wurden zwei Habitate unterschieden: Tiere an Bäumen und Tiere an toten Baumstümpfen.

(1) Im Laborexperiment wurde ermittelt, welchen UV-Index und welche Temperatur die Tiere präferieren. Die Tiere wurden einzeln eine längliche Box (91 x 10 x 20,5 cm) gesetzt und über 60 Minuten Messwerte aufgezeichnet. ⇒ Tabelle 1

Der Temperaturgradient war 23°C (Kühlakkus unter dem Behälter) bis 50°C (Glühbirne). Die Kloakentemperatur wurde mit einem Thermoelement ermittelt: Mittlere Temperatur: T_pref = 36.6 ± 0.36 (Tiere von Baumstümpfen) Mittlere Temperatur: T_pref = 36.7 ± 0.34 (Tiere von Bäumen)

Der UV-Gradient war UVI 0 – 10 (ZooMed ReptiSun 10.0 Kompaktleuchtstofflampe), Umgebungstemperatur 32°C. Der UV-Index wurde mit einem selbst-gebauten UV-Logger ermittelt der mutmaßlich senkrecht nach oben zeigte: Mittlerer UV-Index: 1.2 ± 0.2 (Tiere von Baumstümpfen) Mittlerer UV-Index: 1.52 ± 0.16 (Tiere von Bäumen)

(2) Körpertemperatur und UV-Index am Fundort. UV-Index gemessen mit dem Solarmeter 6.5. Mittelwerte aller Tiere. ⇒ Tabelle 1, Abbildung 3

T_body = 36.6 ± 0.3 (Tiere an Baumstümpfen) T_body = 35.6 ± 0.2 (Tiere an Bäumen)

UVI_body = 2.6 ± 0.5 (Tiere an Baumstümpfen) UVI_body = 1.8 ± 0.2 (Tiere an Bäumen)

Die Temperaturen waren in einem sehr engen Temperaturband. Beim UV-Index gab es eine große Schwankung von Tier zu Tier und im Tagesverlauf mit Maximalwerten um 13:00 von bis zu UVI 8.

(3) Es wurden UV-Logger und Thermologger im Habitat angebracht. Zum UV-Logger siehe unten. Beim Thermologger handelt es sich um den bekannten iButton in einem Kupfergehäuse, das farblich ähnlich wie die Echsen bemalt wurde (Kritik dazu unten). Die verfügbaren Temperaturen und UVI-Werte schwankten wie erwartet im Tagesverlauf. ⇒ Abbildung 3

Kommentar zum UV-Datenlogger:

Der Datenlogger misst hauptsächlich UVA-Strahlung. Das wird deutlich an der Umrechungsformel um aus der Spannung den UV-Index zu erhalten: UVI = 66 * V für die Kompaktleuchtstofflampe und UVI = 8,8 * V für Sonnenlicht. Das Sonnenlicht hat sehr viel mehr UVA als die Kompaktleuchtstofflampe, daher ist der Faktor entsprechend kleiner. Das ist erst kein Problem, weil der Autor diesen Effekt berücksichtigt. Problematisch sehe ich die fehlende Kosinuskorrektur. Schräg einfallendes Licht wird durch das Gehäuse und auch die Halterung des Sensors auf Platine abgeschattet und daher weniger stark berücksichtigt. Das dürfte sowohl die Messung im Habitat bei niedrigem Sonnenstand als auch die Messung zur Bestimmung des präferierten UV-Index verfälscht haben. Da die Lampe an einem Ende der länglichen Box angebracht war, war der Einfallswinkel der Strahlung auf die Tiere bei der Position sehr flach. Die Tatsache, dass die mit dem Datenlogger gemessene „präferierte“ UV-Strahlung (~1.2-1.5) deutlich kleiner ist als die am Fundort mit dem Solarmeter gemessene UV-Strahlung (1.8-2.6) spricht auch dafür, dass diese Messung fälschlich zu niedrig gewesen sein könnte. Mir fehlt für die Einschätzung auf jeden Fall eine Darstellung wie Winkel-Sensitiv der UV-Logger ist.

Kommentar zu den bemalten Thermosensoren:

Ich bin beeindruckt, wie viel Aufwand betrieben wurde um die Temperatursensoren farblich an die Tiere anzupassen. Da die Strahlungswärme der Sonne zu etwa 50% von sichtbarem Licht transportiert wird ist, ist das ein guter erster Ansatz. Die Sensoren werden sichtbare Strahlung ähnlich absorbieren oder reflektieren wie die Tiere. Die übrigen 50% der Strahlungswärme werden von der Sonne in Form von Infrarotstrahlung transportiert. Das bleibt bei der Farbwahl völlig unberücksichtigt und wird vom Autor in der Studie auch nicht diskutiert.

Fazit:

Der Autor argumentiert, dass die Echsen im Habitat höhere UV-Werte akzeptieren, um ihren bevorzugten Temperaturbereich halten zu können. Das ist insbesondere interessant, weil der Autor in einer früheren Studie ermittelt hat, dass Zaunleguane 5°C höhere Temperaturen erdulden, um nicht zu viel UV-Strahlung zu erhalten (Conley2022). Ich halte es zumindest nicht für ausgeschlossen, dass es sich in der jetzigen Studie um einen Messfehler durch fehlende Kosinuskorrektur handelt und schließe mich der Interpretation nicht an. Neben der fehlenden Kosinuskorrektur unterscheiden sich Messungen auch, weil das Solarmeter im Habitat Richtung Sonne zeigte und der UV Logger mutmaßlich senkrecht nach oben. Insbesondere daraus abzuleiten, dass die Ferguson-Zonen zu hohe UVI-Werte empfehlen halte ich für gefährlich.

06.06.2026: Lampentest Arcadia

Arcadia hat den Produktionsstandort der Röhren gewechselt. Die “made in EU” bzw. “made in Hungary”-Röhren haben aber ein nahezu identisches Spektrum und Intensität wie die früheren “made in Germany”-Röhren. Allerdings haben bei mir zwei von drei Röhren nicht funktioniert. PDF

24.05.2026: Lampentest BOLIghts

Lampentest der BOLights UVB-LEDs. Das Spektrum ist eines der besten UVB-LED-Spektren auf dem Markt, aber weiterhin von “wirklich sonnenähnlich” entfernt. Zudem bleiben die bekannten Risiken. PDF

24.05.2026: Lampentest 300W UV Mischlichtlampe

Keine spezielle Marke und kein voller Test, aber Spektrum und Solarmeter-Verhältnis (16) in der Datenbank

15.05.2026: Interzoo

Die Interzoo ist die weltgrößte Messe der internationalen Heimtierbranche, die alle zwei Jahre in Nürnberg stattfindet. Besucher sind ausschließlich Fachpublikum, hauptsächlich Menschen, die im Zoohandelsbereich arbeiten, aber auch Tierärztinnen und Pressevertreter sind zugelassen. Ich war wie auch schon 2024 wieder einen Tag auf der Interzoo um zu sehen, was es an neuen Produkten im Bereich Terrarienbeleuchtung gibt, und mich mit den entsprechenden Firmen auszutauschen, genauso wie einige andere Mitspieler im Bereich Terrarienbeleuchtung vor Ort zu treffen.

In Summe 12.000 Schritte, 08:50 - 16:20, und 33 Stände auf meiner Liste. Darunter natürliche alle Großen der Terrarienbeleuchtung:

08. Mai 2026 : Vortrag Terrarienbeleuchtung in Aalen (BaWü)

Ich halte am Freitag Abend (08. Mai) einen Vortrag über Terrarienbeleuchtung beim Aquarien- und Terrarienverein Aalen e.V. in Aalen (BaWü, Nähe Autobahnkreuz A7/A6, Großraum Ulm / Stuttgart). Gäste sind herzlich willkommen.

08. April 2026: Paper: Legehennen bevorzugen UVB-Leuchtstofflampen gegenüber LEDs

(Rana et al. 2021) Preference testing for ultraviolet light spectrum and intensity in laying hens

84 junge Legehühner aus Käfighaltung wurden für jeweils 2h in einen Aufbau gesteckt, wo sie durch einen Tunnel verbunden zwischen zwei Kammern mit unterschiedlicher Beleuchtung wählen konnten. Die Kammern waren jeweils 180 x 90 x 60 cm groß, oben mit Gitter abgedeckt und an den Seiten undurchsichtig, der Tunnel 70 x 20 x 60 cm.

Der Raum war mit einer Standard-LED mit ca. 20 lux Helligkeit beleuchtet. Eine der Kammern enthielt zusätzlich IR, UVA oder UVA/UVB in drei verschiedenen Intensitäten:

Die Spektren aller Lampen sind abgedruckt. Per Videoaufzeichnung wurde das Verhalten und die Aufenthaltszeit der Hennen ausgewertet.

Bei den eindeutigsten Vergleichen haben die Tiere etwa 60-65% der Zeit unter einer Beleuchtung verbracht – also keine eindeutige Bevorzugung. Das war bei UVA/B mit niedriger und mittlerer Intensität, UVA mit mittlerer Intensität und IR mit niedriger und hoher Intensität der Fall.

Statistisch auffällig war, dass bei UV-Beleuchtung weniger gefressen wurde und dass bei der geringen Intensität von UVA/UVB mehr Futtersuche, Picken und Gefiederpflege stattfand.

28. März 2026: Update Webseite: Solarmter

Ich habe auf der Seite UVB / UV-Index - Messgeräte ein Bild ergänzt, dass den Innenaufbau der Solarmeter zeigt.

24. März 2026 : Update Lampentest Faunalux True Chroma

Ich habe den Testbericht aktualisiert. Zwei 30 W Lampen wurden in den nächsten Monaten bei mir über einem Terrarium genutzt. Innerhalb von 2700 Betriebsstunden (10 Monate bei 9 Stunden am Tag) nahm die sichtbare Intensität um ca. 8% ab.

Im Spektrum fällt auf, dass die 370 nm Dioden am stärksten gealtert sind und die 400 und 420 nm Dioden am wenigsten – sogar weniger als die sichtbare Strahlung.

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22. März 2026 : Paper Licht in der Nacht

Zusammenfassung (Windred et al. 2025)

Meinung:

21. März 26 Großes Update der Lampendatenbank

Um 2008 herum habe ich die erste Version der Lampendatenbank geschrieben, pures php, rein privat. Um 2010 herum gab es eine Version in cakephp1.3, die ich auch öffentlich machen wollte, wenn sie “fertig genug” ist. Sie wurde nie fertig genug, aber die php-Versionen änderten sich so schnell, dass sie bald nicht mehr lauffähig war.

2020 habe ich mit cakephp3.5 eine neue Version erstellt und obwohl sie noch weniger konnte als die vorherige, öffentlich gemacht. Bis jetzt haben sich 774 Lampen, 806 Spektren und 3939 Messwerte darin angesammelt. Aber die Zeit geht weiter. Wieder php-Version so veraltet, dass sie nicht mehr sicher genutzt werden kann. Ich habe kurz überlegt, ob die Datenbank einfach wieder abschalte nur nur noch lokal nutze. Aber als sie bei meinem ersten Update-Versuch nur ein paar Stunden offline war, haben sich direkt zwei Personen besorgt bei mir gemeldet. Ihr schaut also wohl rein. Die Datenbank hat es letztes Jahr sogar in eine wissenschaftliche Publikation geschafft. Ich habe jetzt fast einen Monat lang den Großteil meiner Abende und Wochenenden investiert um die Software zu aktualisieren.

Von außen hat sich fast nichts geändert. Aber bestimmt haben sich ein paar Bugs eingeschlichen. Wenn etwas nicht geht, bitte melden. Und so wie es meine Zeit erlaubt, versuche ich es zu reparieren.

18. März 2026: Studie zur Vitamin D3 Bildung unter ZooMed UVB LED v2

wow! ZooMed hat tatsächlich Blutproben für Tiere unter einer UVB-LED in Auftrag gegeben. Von Ende 2024 bis September 2025 wurde eine “kleine Anzahl” von Bartagamen 10 Monate lang entweder unter einer ZooMed ReptiSun T5-HO 10.0 UVB Leuchtstoffröhre oder unter einer neuen ZooMed UVB LED Lampe gehalten. Der UV-Index in beiden Gruppen war UVI=4,0. Am Anfang der Studie zeigten die Blutwerte einen leichten Vitamin D3 Mangel. Am Ende der 10 Monate lag der Vitamin D3 Blutspiegel im oberen Bereich der für wildlebende Bartagamen im natürlichen Habitat berichtet wird. Es gab keine Anzeichnen für eine Vitamin D3 Überdosierung.

Das sind sehr gute Nachrichten.

Allerdings bin ich nicht überrascht, denn die ZooMed UVB LED v2 hat ein Spektrum das quasi identisch zum Spektrum einer hochwertigen T5 Leuchtstoffröhre ist. Somit finde ich die Untersuchung aus rein wissenschaftlicher Sicht leider nicht ganz so spannend. Die wirklich spannende Frage - aus meiner Sicht - was wäre bei einer dritten Gruppe Bartagamen passiert, die unter einer reinen 310-nm-LED, ebenfalls mit UV-Index 4,0 gehalten worden wären? Wäre es hier zu einer Überdosierung gekommen? Denn diese Sorge bleibt (⇒ UVB LEDs). Und auch bei dieser ZooMed Lampe mit wirklich sehr schönem Spektrum, bleibt für mich die Sorge, dass einzelne LEDs ausfallen könnten und sich dadurch das Spektrum der Lampe massiv ändert, ohne dass der Reptilienhalter das einfach erkennen kann.

Leider plant ZooMed derzeit nicht, die Ergebnisse zu publizieren.
Testbericht der Lampe mit wenigen Details zu den Bluttest von Frances Baines PDF und in der Literaturdatenbank: (Baines 2026), Messwerte der Lampe in der Lampendatenbank

23. Februar 2026 Kessil UVB-Lampe

Kessil, ein kalifornisches Startup, macht eigentlich einen hochwertigen Eindruck. Das Datenblatt ist sehr detailliert. Aber das Spektrum ist leider ein Schritt viele Jahre in die Vergangenheit mit einer LED Diode mit ca. 295 nm.

15. Februar 2026: Update Alterungsmessung Arcadia T5

Auch nach über 9000 Stunden Betrieb kein Anlass die Röhre auszutauschen. Bei mir leuchtet sie jetzt über 3 Jahre mit 8h/Tag. Der Testbericht ist entsprechend aktualisiert.

PDF

11. Februar 2026: Zwei Paper zum UV-Index von Chamäleons

Edmonds, D., Razaiarimahefa, T., Kessler, E., & Goetz, M. (2018). Natural exposure to ultraviolet-b radiation in two species of chameleons from madagascar. Zoo Biology, 37(6), 452–457.

Zwei Chamäleonarten (Calumma brevicorne and C. nasutum) wurden im Habitat beobachtet und 150 bzw 179 Solarmeter 6.5 Messungen zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten am Aufenthaltsort der Tiere durchgeführt. Sie halten sich freiwillig eigentlich konstant bei UV-Index 0,5 auf, auch wenn im direkten Sonnenlicht wesentlich höhere Werte verfügbar sind.

Damit sind diese beiden Arten klar Ferguson Zone 1. Andere Chamäleonarten können aber einen höheren UV-Index benötigen, siehe nächstes Paper:

Ferguson, G. W., Gehrmann, W. H., Vaughan, M. S., Kroh, G. C., Chase, D., & Slaets, K., et al. (2021). Is the natural uv zone important for successful captive propagation of the panther chameleon (furcifer pardalis); are different uvb irradiance exposures that generate a similar dose equally successful? Zoo Biology, 40(2), 150–159.

Zusammenfassung

Drei Gruppen von jeweils 4 frisch geschlüpften weiblichen Panther-Chamäleons (Einzelhaltung) mit unterschiedlicher UVB-Bestrahlung. Die Terrarien standen jeweils unter einer langen Röhre, und die Position wurde alle drei Wochen rotiert, damit alle Terrarien einmal zentral unter der Röhre mit hohem UV-Index standen. Parallel dazu wurde eine Röhre für sichtbares Licht verwendet.

“HI”: 1,9 h pro Tag, UVI 3,4-4,0 (Reptisun 10.0, 33 cm Abstand)

“MI”: 3,4 h pro Tag, UVI 1,7-2,2 (Reptisun 10.0, 57 cm Abstand)

“LI”: 7,3 h pro Tag, UVI 0,6-1,3 (Reptisun 5.0, 64 cm Abstand)

Die Zeiten waren so gewählt, dass die gesamte UV-Dosis in allen drei Gruppen ungefähr gleich ist (UVI3,7∗1,8h=6,7∼6,9=UVI0,95∗7,3h).

Nach 400 Tagen wurde Blut abgenommen. Die Tiere der “HI”-Gruppe hatten deutlich höhere 25(OH)D3-Blutwerte.

Anschließend wurden die Weibchen mit zwei Männchen verpaart. Die Eier wurden bei Raumtemperatur 30 Tage lang inkubiert (normale Inkubationszeit 190 Tage), und aus jedem Gelege wurden 2-10 befruchtete Eier tiefgefroren und analysiert.

Die Vitamin D3-Konzentration in den Eiern war bei der “HI”-Gruppe deutlich höher als bei den beiden anderen Gruppen und bei der “MI”-Gruppe höher als bei der “LI”-Gruppe.

Die übrigen Eier wurden bis zum Schlupf inkubiert.

Die Schlupfrate war bei der “HI”-Gruppe deutlich höher als bei den beiden anderen Gruppen und bei der “MI”-Gruppe höher als bei der “LI”-Gruppe, variierte jedoch zwischen den 4 Weibchen der Gruppen. Außerdem wurde bei wild lebenden Pantherchamäleons der UV-Index am Aufenthaltsort der Tiere gemessen. Er variierte zwischen 0,2 und 12,7.

Beurteilung

Eine extrem hilfreiche und sehr detaillierte Studie. Tiere vom Schlupf bis zum Schlupf der ersten Nachkommengeneration im Vitamin-D3-Spiegel zu überwachen, passiert nicht oft. Es ist eindrucksvoll, wie viel höher der Vitamin D3-Gehalt im Blut war und wie viel höher die Schlupfrate bei den Tieren, die zwar nur eine kurze Zeit am Tag UV hatten, dafür aber einen höheren UV-Index. Das zeigt deutlich, dass ein niedriger UV-Index nicht durch eine längere Bestrahlungsdauer ausgeglichen werden kann, sondern jede Art die richtige - vermutlich passend zur Transmission ihrer Haut - UV-Intensität benötigt.

07. Februar 2026 : Workshop in der Schweiz (Lausanne)

Auf Einladung des Aquatis Aquarium-Vivarium Lausanne biete ich am Samstag, 07. Februar 2026, einen eintägigen Workshop zur Terrarienbeleuchtung an.

27. Januar 2026: Paper: Blauzungenskinke und UVB-Bestrahlung

Godke, A., Rhim, H., Aguilar, G. M., Marrero-Acosta, K., & Mitchell, M. A. (2025). Measuring the rise and fall of plasma 25-hydroxyvitamin d concentrations in blue-tongued skinks (tiliqua scincoides) following ultraviolet b exposure and withdrawal. Veterinary Sciences, 12(10). https://www.mdpi.com/2306-7381/12/10/965

11 adulte Blauzungenskinke (ca. 700g Körpergewicht) wurden beim vorherigen Halter mit Vitamin-D3-haltigem Katzenfutter gefüttert (20 g je Tier, 3 x pro Woche). Diese Vitamin-D3-Zufuhr wurde zunächst beibehalten. Anschließend wurden zwei Gruppen von 5 und 6 Tieren gebildet und unterschiedlich mit UVB bestrahlt. Monatlich wurden Blutwerte untersucht.

Als UVB-Quelle diente eine 26W UVB Kompaktlampe Fluker's Sun Glow 5.0 . Die Solarmeter 6.2 und 6.5 Messwerte auf Bodenhöhe waren: 36 - 58 µW/cm², UVI 1.5-2.0

Zu Beginn der Studie lag der Vitamin-D3-Blutwert (25OHD) bei 17 nmol/L.

Der Vitamin-D3-Gehalt des Katzenfutters entspricht einer Aufnahme durch die Skinke von 49 IU/kgKG/Woche. Bei Ferguson2009 wurden 5.000 IU/kgKM/wk verabreicht, so dass die Dosis mir tatsächlich sehr niedrig erscheint. Die Autoren zitieren einige Empfehlungen, nach denen diese Dosis hätte ausreichend sein müssen, aber auch Studien, die bei ähnlicher Dosis Vitamin-D3-Mangel festgestellt haben und eine Erhöhung der VitaminD3-Blutspiegel erst bei wesentlich höheren Dosen. Als andere Alternative geben sie an, dass die D3 Aufnahme durch den hohen Vitamin-A-Gehalt gestört wurde.

Gruppe 1 wurde anschließend 4 Wochen lang 12 Stunden täglich mit UVB bestrahlt. Der Blutwert nach den 4 Wochen lag bei 820 nmol/L. Nach Entfernen der UVB-Beleuchtung viel der Wert mit einer Halbwertszeit von 60 Tagen auf 27.5 nach 9 Monaten

Gruppe 2 wurde 4 Wochen lang 2 Stunden täglich mit UVB bestrahlt. Der Blutwert nach 4 Wochen lang bei 635 nmol/L und viel mit einer Halbwertszeit von 39 Tagen auf 27 nach 6 Monaten.

Die Auswertung der Blutproben erfolgte mit “direct competitive chemiluminescent assay”. Wir wissen aus anderen Studien, dass bei Reptilien nur die Massenspektroskopie-Methode verlässlich ist und deutlich niedrigere Vitamin-D3-Werte liefert.

27. Januar 2026: Lampentest Reptiles Expert HI-End LED UVA Lampe

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Es handelt sich um eine äußerlich identisch aussehende Kopie der Faunalux True Chroma. Die Lampe ist gut, sie liefert UVA ohne zusätliche Schattenbildung. Das Spektrum der True Chroma ist aber deutlich hochwertiger als das der Reptiles Expert Lampe.