Metallhalogeniddampflampen sind seit Jahrzehnten in der Terraristik beliebt, weil dieser Lampentyp als Einziges sonnenähnliche Beleuchtungsstärken, Wärme und ein sehr sonnenähnliches Licht mit guten Farbeigenschaften ermöglicht.
Im Sommer 2007 brachte Lucky Reptile mit der Bright Sun UV den ersten Metallhalogeniddampfstrahler mit nutzbarer VitaminD-wirksamer Strahlung für die Terraristik auf den Markt. Zu Recht wurde die Bright Sun somit als „Revolution“ beworben. Seitdem gab es fast schon einen Boom in der Terraristik und mittlerweile sind verschiedene Lampen mit E27 Sockel und Reflektor-Pressglaskolben im Handel erhältlich.
Von den bekannten Metallhalogeniddampflampen von z.B. Osram unterscheiden sich die Lampen nicht nur durch ihren UV-Anteil (UV-durchlässiges Glas) sondern durch eine grundsätzlich andere Füllung, die ein anderes Lampenspektrum (weniger kontinuierlich) erzeugt.
Häufig verwenden Reptilienhalter nicht die Originalvorschaltgeräte für ihre Lampen. Ein Grund sind Bedenken bezüglich der Qualität der Vorschaltgeräte1). Außerdem sind Vorschaltgeräte anderer Hersteller häufig wesentlich günstiger erhältlich (ebay) als die Original Vorschaltgeräte.
Erfahrungsgemäß leuchten die Lampen mit allen Vorschaltgeräte für Halogenmetalldampflampen gleicher Leistung. Im Internet finden sich sogar Freiwillige, die ungeachtet der Gefahr beim Platzen der Lampe in einer Wolke giftigen Quecksilbers zu stehen, getestet haben, dass die Lampen auch mit Vorschaltgeräten anderer Leistungsstufen (z.B. 50W Bright Sun mit 70W hqi-EVG) oder mit Vorschaltgeräten für völlig andere Lampentypen (z.B. 70W Bright Sun an 100W EVG für Natriumdampflampen) leuchten. Lediglich der - ebenfalls furchtlose durchgeführte - Versuch die 50W Bright Sun mit einem Vorschaltgerät für HQL-Lampen zu betreiben scheitert. Bei Zündspannung 230V auch nicht anders zu erwarten.
Da das Vorschaltgerät aber großen Einfluss auf das Spektrum und die Lebensdauer der Lampe hat, möchte ich davon dringend abraten. Auch Vorschaltgeräte der gleichen Leistungsstufe (z.B. Bright Control Pro 70W vs. Philips 70W) betreiben Lampen mit unterschiedlichen Parametern!
Bei einer UV Lampe kommt es nicht nur darauf an, ob sie leuchtet, sondern auch, ob sie ausreichend Vitamin-D-wirksame UV-Strahlung abgibt. Lucky Reptile garantiert mindestens 10µW/cm² im Bereich zwischen 290nm und 305nm. Es ist wahrscheinlich, dass die Lampe an anderen Vorschaltgeräten als dem Originalvorschaltgerät diesen Wert nicht erreicht, weil diese die Lampe mit höherer Leistung betreiben und dadurch die Quecksilberlinien im Spektrum zurücktreten.
Zum Weiterlesen:
Lucky Reptile (Import-Export Peter Hoch) vertreibt mit der Bright Sun UV-HQI Lampen mit zwei verschiedenen Spektren:
Außerdem gibt es die Lampen mit unterschiedlichen Reflektoren:
Als Zubehör bietet Lucky Reptile zwei Vorschaltgeräte an:
Lucky Reptile empfiehlt die Nutzung der E27-Keramikfassung „Thermo Socket Pro“, die ohne Elektroinstallation mit einer einfachen Steckverbindung (Wago WINSTA MINI1)) direkt mit den Vorschaltgeräten verbunden werden kann.

Links
2011 vereinten sich die deutsche Solar Raptor (Econlux) und die amerikanische Reptile UV und entwickelten eine neue gemeinsame HQI-UV Lampe.
Solar Raptor (Econlux) brachte 2009 das erste wahrnehmbare Konkurenzprodukt zur Bright Sun, die Solar Raptor HID-Lamp auf den Markt.
2008 brachte Reptile UV die lange angekündigte MegaRay Metal Halide auf den Markt.
Seit 2011 gibt es von der Firma X-Reptile die „UV-MH“.
Seit 2011 hat die Firma Dohse Terraristik die Hobby UV Star im Sortiment.
Es handelt sich um PAR30 (36°) Lampen in den Leistungsstufen 50W und 70W. Die Lampen gibt es als „Tropic“, „Desert“ und „Power“ mit 3984 / 5579 / 6060 Kelvin2).
LUW (Licht-UV-Wärme) nennt JBL seine Metallhalogeniddampflampen, die seit Mitte 2011 auf dem Markt sind. In einer Präsentation wirbt JBL mit EVGs von Vossloh-Schwabe, deutscher Fertigung und einem Farbwiedergabeindex von 98. Letzteres kann ich anhand des abgedruckten Spektrums nicht glauben, sondern schätze den Farbwiedergabeindex auf etwa 70.
Die Lampen sind in 35W und 70W und mit 4000K („jungle“) und 6000K („desert“) erhältlich.
Da der Hersteller in der Produktinformation ein Spektrum mit einem deutlichen Peak bei 285nm abdruckt, rate ich vom Einsatz der Lampe ab, bis abgeklärt ist, ob diese Lampe aggressive kurzwellige UVB-Strahlung abstrahlt.
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